Shell

1966 erklärte das Time Magazine das Cocooning zum Trend. Der Begriff, zuerst von der Trendforscherin Faith Popcorn verwendet, wurde später definiert als ‚Aufenthalt in vertrauter Umgebung des Hauses, weit weg von den Gefahren draußen‘. In den neunziger Jahren wurde das Cocooning als Reaktion auf die zunehmende Globalisierung gesehen.

Und im Jahr 2020 erleben wir ein Revival dieser Idee. Diesmal liegt der Grund dafür in einer bewussten Entscheidung zum Schutz unserer Privatsphäre in digitalen Umgebungen. In den letzten Jahren ist deutlich geworden, dass die großen Technologieunternehmen nicht immer unsere Interessen im Auge haben, wenn es um unsere persönlichen Daten geht. Als Reaktion darauf hören wir auf, zu viel mitzuteilen, und wir tauschen uns absichtlich weniger mit Menschen aus, die wir nicht kennen. Darüber hinaus möchten wir auch mehr Zeit mit uns selbst und unseren engsten Freunden und Familienangehörigen verbringen.

All das wird sich auf die Innenarchitektur auswirken, in der Privatsphäre und emotionales Bewusstsein zu zentralen Themen werden. Das Interieur muss uns umarmen und uns mit spürbaren Formen, sanften Farben und natürlich aussehenden Stoffen wie Leinen sowohl seelisches als auch körperliches Wohlbefinden bieten können.

 

    

 

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